eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

niemand weiß so gut über uns Bescheid, niemanden berühren wir so oft: Wir sind fast pausenlos in Kontakt mit unseren Smartphones.

 i love my phone

….über die Klippen einer fast uferlosen BeziehungSind wir verfallen ?

Ich liebe mein Smartphone. Und ich hasse es. Es ist ein verführerisches kleines Ding, dem ich oft einfach nicht widerstehen kann, obwohl ich es gerne möchte.

Natürlich sind wir das!

Wir sind süchtig nacheinander!

Wir können nicht mehr ohneline!

Haben wir die Situation freiwillig gewählt?

 

Unser Partner heißt nicht Stefanie, Klaus oder Michael.
Es heißt auch nicht Twitter, oder Facebook.
Es heißt iPhone, HTC, LG, Samsung…. usw. – schöne neue Welt.
Keine dunkle Macht, kein Konzern, keine bösen Diktatoren zwingen uns, dass wir uns trennen.

Oder?

Als wir langsam an diese Technik herangeführt worden sind, sind wir keiner perfiden Verschwörung auf den Leim gegangen, die jemand von langer Hand geplant hat. Es war unser freier Wille. Wir selbst haben uns da hingebracht. Apple,Samsung, Sony – altbekannte Marken.

Es ist eigentlich nichts als das alte Spiel.

Immer noch tut man dabei nichts anderes, als freudig von einer Lebensart zur anderen hinüber zu wechseln. Es ist nichts anderes als dieses alte Pingpong mit der Euphorie, auf der Welt der bunten Lichter zu sein und dieses Leben miteinander zu teilen. Nur dass das Spiel jetzt eben ein bisschen schneller geworden ist. Man spielt es nun nicht mehr nur zu zweit, sondern mit vielen 1000 Menschen, die nicht mehr um einen Tisch passen. Mit all denen eben, mit denen wir durch unsere tausend Accounts und Nummern, Kanäle verbunden sind. Und mit all denen, die ständig neu dazukommen. Denn für unsere handgerechten Tamagotchis ist das Spielen mittlerweile zur Abhängigkeit geworden.

Ein paar liebe Grüße reichen ihnen nicht mehr.

Sie kommunizieren – so scheint es uns zumindest mittlerweile manchmal – fast nur noch zum Selbstzweck, sogar automatisch als kleine Helfer auch Bots genannt, die jetzt die wohl bekannten „Apps“ ersetzen sollen. Sie brummen und piepen und klingeln, nicht weil es wichtig wäre sondern einfach nur weil sie Aufmerksamkeit wollen.

Ja, okay. Unsere Liebe ist vielleicht etwas zu wild und heftig. Sie kostet uns enorm viel Zeit und Ressourcen. So richtig fallen lassen können wir uns auch nicht. Dazu ist unsere Beziehung viel zu aufregend, dazu passiert im Leben unseres Smartphone-Tamagotchis die ganze Zeit viel zu viel.

Schließlich sind das ja alles wir. Und so etwas Hochkomplexes wie das Leben lässt sich nun einmal nicht in erste und zweite Welten oder eckige Behältnisse wie Schubladen pressen. Unser Leben ist schließlich etwas Fließendes, Geschmeidiges, das ganz ohne künstliche Grenzziehungen funktioniert.

Genauso wie wir.

Und diese letzte, ständig nach Ordnung verlangende, aber leider doch etwas sehr naive kleine Stimme in uns.

Wenn es doch bloß nicht immer so furchtbar anstrengend wäre, unsere beiden Ichs zu koordinieren!

Denn dass es am Ende dann eben doch nichts anderes als ein Doppelleben ist, das wir da führen, merken wir eigentlich nur immer dann, wenn uns die wahnsinnige Energie, die es uns kostet, ständig beide Bühnen gleichzeitig zu bespielen und all die Rollen auf ihnen simultan zu bespielen, kurz einmal verlässt. Wie sehr unsere Welt in zwei Teile geteilt ist, fällt immer nur dann auf, wenn uns das ganze Theater, das wir uns da angelacht haben, kurz einmal über den Kopf wächst. Und am besten noch irgendwelche Menschen aus der Peripherie kopfschüttelnd daneben stehen, weil sie nicht verstehen, warum wir schon wieder so gehetzt sind.

In diesen Momenten wird sie dann plötzlich auch doch wieder mehr als offensichtlich: unsere Zerrissenheit. Und die automatisch darin vor sich hin drängelnde Frage nach der Priorität, nach der Rangordnung dieser zwei Sphären, die uns so oft wie eine einzige vorkommen.

Die Sehnsucht nach Struktur, die uns in diesen Momenten überkommt, wird dann manchmal sogar so groß, dass wir am liebsten zum Bücherregal stürzen würden, um all die Selbstversuchsfibeln der letzten Jahre wieder herauszukramen und ihnen in einem – zugegebenermaßen reichlich späten, verzweifelten und sehr krampfhaft gewollten – Erweckungserlebnis doch noch unseren Glauben schenken zu dürfen. Obwohl wir eigentlich natürlich schon damals wussten, dass das, was sie uns verheißen, absoluter Quatsch ist. Denn es liegt eben nicht alles, wie es uns diese begeisterten Berichte vom Leben ohne Internet vorzuleben versuchen, am On/Off-Knopf unseres Smartphone. Anders, als sie es schildern, würden wir einfach nicht mehr vollständig, wenn wir einfach den Stecker zögen. Im Gegenteil. Denn die wahre Wirklichkeit, sie ist doch schon lange nicht mehr deckungsgleich mit der Fläche dieses romantisch-verwunschenen Landes namens Offline. Und die wirkliche Wahrheit, sie wird doch schon lange nicht mehr verstellt durch die bösen Mächte eines herrschsüchtigen Imperiums mit dem Titel Online.

phonetypesDie Realität, das ist heute nun einmal eher etwas, was sich frei schwebend, fließend, mobil und spontan immer neu ergibt. Etwas, das nie ganz schwarz oder weiß ist, sondern immer – in einem Hin und Her von hier und dort, einem ständigen Pendeln zwischen an und aus, einem dauernden Umswitchen von on und off – besteht. Ihr Inhalt ist das, was an beiden Polen zugleich geschieht. Und, genauso, wenn nicht sogar noch viel mehr, auch noch all das, was dazwischen passiert.

Nein. So richtig werden wir nie mehr damit aufhören. Unser Fortschrittsbalken, was Kommunikation angeht, lässt sich einfach nicht mehr zurückdrehen.
Freunde behaupten schon, wir wären nicht verliebt sondern hörig. Wir sollten uns und unserem Partner mehr Freiheit geben, es währ keine Beziehung sondern eine Abhängigkeit.

Freunde?

Viele Freunde sind auch nicht mehr zugegen, die reichen Partys sind Teil der Vergangenheit. Auf den meisten unserer Fotos sind andere abgebildet, o. k., manchmal machen unsere „Smarten Freunde“ auch noch Fotos von uns, warum man das dann ausgerechnet Selfies nennt ?

Aber dennoch ist das, was wir da alles bei Facebook zeigen, das, was in unseren Telefonaten und E-Mails passiert, das, was wir ständig besprechen und in SMS quetschen, einfach viel zu wichtig. Es ist eben nicht nur alles Gedaddel, was wir dort tun. Es ist, oft genug, nichts Geringeres als unser Leben. Genauso wie das, was im Flugmodus und in unseren Auszeiten passiert, unser Leben ist. Das sind alles wir, all das sind wir. Unser Leben ist jetzt überall.
Das verdanken wir der glorreichen Technik des geliebten Smartphone an unserer Seite.
In jedem Winkel unseres Alltags, in jeder Sekunde und an jedem Ort erwischen sie uns. Ständig müssen und wollen wir bereit sein, weil unsere Briefkästen jederzeit etwas Neues erreicht haben. Und wenn wir auch nur annähernd auf dem Laufenden bleiben wollen, müssen wir ständig zu ihnen stürzen, um nachzusehen, was passiert ist. Jede Minute aufs Neue.
Ehrlich, so viel hat sich doch nicht geändert, früher war es die plappernden Partner, Freund(in) oder Nachbar(in) die alles überall rumerzählt haben. 😉
Was sich wirklich geändert hat ist, dass wir jetzt per Knopfdruck unsere Ruhe haben können wenn wir diese wirklich brauchen.

Unser Leben gehört jetzt allen…
All das sind wir.

Einer für alle alle für einen…

Beziehungs Probleme?

Meine liebste „smarte Freundin“ hat schon mittags einen leeren Akku obwohl ich  sie die ganze Nacht an der Steckdose gefüttert habe… 

… kann es sein, dass du sie schon wieder seit 4:30 Uhr in der Hand hältst?, Dann gibt es hier  Hilfe.  Wenn nicht, hilft vielleicht  ein neuer Akku

Wenn wir intensiv Zeit miteinander verbringen, werden wir beide sehr heiß, aber nicht aufeinander

….vielleicht versucht sie dich und deine Denkweise zu verstehen und ihrer Schaltkreise laufen heiß…

 

Nachdem wir gemeinsam geduscht haben ist die Kommunikation zwischen uns  abrupt  abgebrochen

… sicherlich hat sie das viele heiße Wasser nicht vertragen und einen Kreislaufkollaps bekommen. Dann  braucht sie schnelle Hilfe und Trockenlegung

 Wenn ich mit ihrer Schwiegermutter  (in Spee)  telefoniere  kommen nur noch Wortfetzen an.

… nicht jede Mutter möchte  ihrem Sohn oder Tochter  in die Hände der neuen Partnerin geben, so kann es zu Kommunikationsproblemen kommen…. Vielleicht möchtest du ja auch nicht alles hören, oder  die Ohrmuschel ist defekt

Nachdem ich sie in meiner Hosentasche transportiert habe ist ihr Rücken krumm und ihr Antlitz sehr verknittert.

… dann empfiehlt sich wohl ihr ein neues Kostüm zu  kaufen bzw. die  Gläser ihrer Brille zu erneuern.

  meine  schöne hat sich wohl eine böse Virusinfektion eingefangen und reagiert jetzt nur ganz  verschlafen…

….. auch hier gibt es Abhilfe so das  ihr wieder auf gewohntem Niveau miteinander umgehen könnt.

hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate 

hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate 

hate hate hate hate hate hate love hate hate hate hate hate hate hate 

hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate 

hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate hate 

 

 

 

Written by Restaurator

Hallo erstmal...